Reisen Oesterreich Adler Banner

Hier möchte ich Euch über mein kleines Abenteuer erzählen, welches ich während meines Urlaubes in Österreich gemacht habe, denn es war eine kleine Premiere für mich, den so etwas hab ich vorher noch nie gemacht. Diesmal hab ich mir ein kleines Mammut Projekt für meinen Urlaub vorgenommen, ohne mein Geocaching Hobby hätte ich so etwas wohl nie gemacht, daher bin ich Rikker2011 wirklich sehr dankbar, dass er mich mit diesem Virus angesteckt hat. 

Ruf des Adlers

Wer kennt das nicht, man findet etwas Interessantes und weiß sofort, das will ich machen, so ging es mir als ich diese Geocaching Runde auf der Karte gesehen habe. Klar die ganzen Dosen auf diesem Track motivieren einen noch zusätzlich so etwas zu laufen, wenn ich Wandern oder Fahrrad fahren gehe, brauch ich immer ein Ziel vor Augen, sonst ist die Motivation und die Lust weiterzugehen oder zu fahren schnell dahin. Bei dieser Runde war es wie bei der Liebe auf den ersten Blick, da ich so eine zwei Tage Wanderung vorher noch nie gemacht hatte, wusste ich nicht so ganz, was ich alles mitnehmen muss bzw. wie viel, eins war aber klar ein Schlafsack muss mit, so wie viel Trinken, denn ich wäre viel und lange im alpinen Gelände unterwegs. Als Rucksack hab ich mein geliebten Deuter ACT Lite 35 + 10 SL genommen, dann mein Sommerschlafsack und das wichtige GPS für die ganzen Döschen und der Rest bestand auf Trinken und Essen und etwas klein Kram. Da ich schon oft in Bergen unterwegs war, ist alpines Gelände nichts Neues für mich, ich bin zwar ziemlich langsam aber ich kenne meine Grenzen und weiß, wann es Zeit ist abzubrechen oder kehrt zu machen, deshalb hab ich mich auch an diese Runde herangetraut.

 Strecke Tag1     Hoehendiagramm Tag1     Strecke Tag2     Hoehendiagramm Tag2

In meinem ganzen Urlaub hatte ich das Wetter fest im blick denn brauchte zwei Tage mit gutem Wetter, am Freitag meldete meine App noch Regen, Samstag und Sonntag sollte es bewölkt sein mit leichten Schauern, dafür sollte es am Montag Sonne mit blauen Himmel geben, so wartete ich den Samstag ab, das Wetter sollte sich Sonntag schon bessern und Montag war immer noch Sonne vorhergesagt, so entschloss ich mich Sonntag sehr früh morgens loszufahren damit ich früh los konnte denn es warteten ja paar Kilometer und etliche Höhenmeter auf mich. Der erste Tag hatte etwa 14 km und 1840 Höhenmeter Aufstieg und 350 Höhenmeter Abstieg und etwa 55 Geocache Dosen, mir war schon am Start klar, es wird ein harter Tag aber alles war im Bereich des Machbaren, die Wegstrecke machte mir auch keine Sorgen, die Höhenmeter aber schon. So setzte ich einfach ein Fuß vor den anderen und begann meine Reise zu der Glungezerhütte, welche das Etappenziel für heute war und wo ich die Übernachtung eingeplant habe. Also die ersten Meter waren eigentlich die Schlimmsten, ich musste erst mal auf Touren kommen dann klappte das schon viel besser, so kämpfte ich mich Meter für Meter den Berg rauf. Das Wetter war kühl und nebelig aber das störte mich nicht so lange es nicht Regnen würde, gegen 15 Uhr erreichte ich Tulfeinalm wo ich erstmal eine kleine Pause eingelegt hab, es gab erst mal einen kühlen Radler und einen leckeren Apfelstrudel, ich musste mich ja etwas stärken denn bald würde es in den alpinen Teil der Tour gehen. Nach etwa 20 Minuten Pause ging es jetzt weiter zum Endspurt denn die Glungezer Hütte war nicht mehr weit und ich wollte da unbedingt hin, das ich hier abbrechen würde kam für mich absolut nicht infrage. Um so höher ich kam, um so besser wurde das Wetter was einen noch zusätzlich Motivierte.

DSC 0460 k     DSC 0463 k     DSC00919 k

Ziemlich K.O, aber überglücklich, kam ich um 18.10 Uhr an der Hütte an, es war schon so wie es mir gedacht habe, die Hütte war sehr gut besucht und ziemlich voll, das war mir aber zu dem Zeitpunkt egal ich wollte nur noch Sitzen und was Essen, notfalls hätte ich auch draußen Übernachtet. Der Wirt war echt cool drauf, er meinte das alles Voll wäre, ich aber in der Stube auf dem Boden Pennen könnte also eine Art Notunterkunft, was mich absolut nicht störte, denn das war immer noch besser als draußen unter freien Himmel in der Kälte zu nächtigen.

DSC 0474 k      DSC 0475 k     DSC 0482 k     DSC00939 k

Gegen 19 Uhr gab es das leckerste Essen, was ich bisher auf einer Hütte gegessen habe, also hier merkte man das es mit viel Liebe gekocht und zubereitet wurde, nicht ohne Grund wird die Hütte sehr gelobt im punkto Essen. Nach dem Essen ging ich erst mal etwas nach draußen, um paar Fotos zu machen und den Sonnenuntergang zu genießen, denn das Wetter meinte es richtig gut mit mir, Sonne pur und nur paar Wolken, jetzt ärgerte ich mich nur etwas das ich meine Spiegelreflexkamera nicht mitgenommen habe, aber so hab ich einen guten Grund wieder zu der Glungezer Hütte zu laufen. Bevor es in die Nachtruhe ging, wurde alles bezahlt, also ich hab schon damit gerechnet das ich im dreistelligen Bereich landen würde, aber weit gefehlt, Abendessen mit Getränken, Schlafplatz, Frühstück, so wie Wasser für den weiteren Weg, das alles hat mich grade mal 55 € gekostet. Ab 22 Uhr war die Nachtruhe angesagt, außer man hatte sein Schlafplatz in der Stube, hier bereiteten sie noch alles für das Frühstück vor. Ich glaube gegen 23 Uhr waren sie fertig, da war ich aber schon halb am Schlafen, bequem war mein Nachtlager, denn ich hab paar Decken als Matratze und Kopfkissen gehabt und mein Schlafsack als Decke. Die Nacht habe ich hab ziemlich unruhig geschlafen, vermutlich lag das an der Höhe denn die Hütte liegt immer hin auf 2610 müN, dafür das ich so kurz und unruhig geschlafen habe war ich am nächsten Morgen Top fit, das musste ich auch sein, denn ich würde mich ab sofort für längere Zeit im alpinen Gelände bewegen und was war wirklich nicht zu unterschätzen. Nach dem Frühstück, was wirklich gut und lecker war, machte ich mich sofort auf den Weg, es war zwar erst 7 Uhr in der Früh, aber es lang ein langer und harter Weg vor mir.

 DSC 0487 k     DSC 0491 k     DSC 0498 k     

Heute erwarteten michca. 18 km wo von den ich 8 km im alpinen Gelände unterwegs sein würde, ich hatte noch etwa 625 hm rauf und 2215 hm abstieg vor mir, dabei hätte ich noch 90 Döschen Signieren können. Ja der Weg war echt hart und ich war noch viel langsamer unterwegs wie eigentlich gedacht aber das war mir immer noch lieber wie einen Satz zu machen und mir die Knochen zu brechen, es gab auch paar stellen auf dem Track wo ich dachte, bis hier hin und nicht weiter, aber dann hätte ich ja alles zurücklaufen müssen und das wäre auch nicht viel besser bzw. einfacher gewesen. Ich hätte ja ein Lufttaxi nehmen können, denn was ich auf der Hütte mitbekommen habe, es waren auch noch andere Cacher auf dieser Runde unterwegs, einer davon hat sich am ersten Tag das Knie verdreht und anstatt an der Hütte abzubrechen ist er weiter gelaufen und es kam wie es kommen musste, mitten im alpinen Gelände musste er abbrechen, den es ging gar nichts mehr, so musste er mit einem Rettungshubschrauber abgeholt werden. Also so etwas will mir echt nicht in den Kopf, wenn mir so etwas am ersten Tag passiert breche ich doch ab, vielleicht wollte er ja schon immer mal mit einem Helikopter fliegen das weiß ich natürlich nicht. Nachdem ich diese Aktion aus der Ferne beobachtet hab, war meine volle Motivation auch wieder da, ich ging gemütlich mein Tempo und genoss bei jeder Pause diese herrliche Landschaft, die man hier oben hatte.

DSC 0505 

Gegen 16 Uhr erreichte ich den Punkt wo es wieder ins Tal ging, jetzt nur noch den kleinen abstieg meistern und ich wäre heil und an einem Stück raus aus dem weglosen alpinen Gelände, somit war ich über 9 Stunden im alpinen Gelände unterwegs, ich war echt froh, dass ich wieder auf Feldwegen laufen konnte und setzte zum Endspurt an. Da meine Uhr bereits 18.15 Uhr anzeigte und die Sonne langsam hinter den Bergen begann zu verschwinden hieß es für mich etwas Gas geben, eine Taschenlampe hatte ich nämlich nicht mit, zu Not hätte ich die Taschenlampe vom Handy nutzen können aber das würde ja nicht lange halten da mein Akku nicht mehr sonderlich voll war. Mental war ich noch auf der Höhe aber meine Füße flehten mich bei jedem Schritt um Pause an, also konnte ich nicht wirklich schnell gehen, so musste ich jetzt eine Entscheidung treffen, noch eine weitere Nacht unter freien Himmel einlegen oder die Dosen links liegen lassen und nur die zu Signieren welche direkt am Weg und schnell machbar waren ohne sie großartig suchen zu müssen. Mir fiel die Entscheidung ziemlich leicht, da sich meine Wasservorräte dem Ende neigten, kam eine weitere Nacht nicht wirklich infrage, also ließ ich viele Dosen dieser Runde links liegen, um nach Möglichkeit noch rechtzeitig zum Auto zu kommen. Um 20.30 Uhr erreichte ich glücklich aber K.O das Auto. Jetzt hieß es bequeme Schuhe anziehen und zurück zu Ferienwohnung fahren, am nächsten Tag beschloss ich einfach nichts zu machen, denn ich hatte einen Mords Muskelkater in den Beinen.

 

 # Der Ruf des Adlers  Das Geocaching Listing zu Runde
 # Der Ruf des Adlers (Muggel)  Informationen für nicht Geocacher 
 # Glungezer Hütte  Informationen zu der Glungezer Hütte
 # Urlaub 2015  YouTube Video zum Urlaub und der Tour

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.