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Als ich diesen Powertrail auf der Geocaching Karte entdeckt habe und mir die Fotos der Cacher angesehen hab, da war mir eins sofort klar, diesen Powertrail willst du auch machen. Also hab ich für den Spätsommer nee schöne Ferienwohnung in Tirol gebucht, dabei hab ich auch gehofft das in dem Zeitraum das Wetter mitspielen würde, das müsste natürlich an zwei Tagen der Fall sein, denn sonst mach so etwas nicht wirklich Spaß bzw. ist schnell eine noch größere Herausforderung. Die Wegstrecke von der Länge her die machte mir nicht wirklich Sorgen, das Gelände dann doch schon etwas mehr, ich würde mich nämlich im Alpinen Gelänge bewegen und da hatte ich noch nicht so die Erfahrung drin, aber wie soll man so etwas Lernen, wenn man es nie macht? Das Wetter in diesem Urlaub war mehr durchwachsen als gut, aber so etwas passiert in den Alpen schon mal, natürlich hat es nicht tagelang an Stück geregnet, aber am Anfang von dem Urlaub sah es so aus, als ob mein Vorhaben dem Ruf des Adlers zu folgen wohl nicht klappen würde, ich kann mich noch gut dran erinnern das in der letzte Urlaubswoche sich ein kleines Fenster auftat wo man die Tour durchaus Riskieren könnte, tja was nun? machen oder nicht, das Problem dabei war das der erste Tag echt bescheiden war, das heißt Regen, Nebel und vermutlich keine Sonne aber für den zweiten Tag Sonne pur. Also faste ich den Entschluss es zu Riskieren, was in Nachhinein eine gute Entscheidung war.

WTag1   Tag2

Bevor es weiter geht, hier ein paar Strecken Infos für die nicht Cacher, alle Cacher können oben auf das Banner Klicken und so kommen sie zum Listing.

Tag1 Steigung

Tag 1

* Strecke: ca. 14 km

* Höhenmeter: Aufstieg - 1840 hm / Abstieg - 350 hm

* Dauer: ca 7h ohne Pausen

* Start: Parkplatz Volderwildbad (1.104m)

* Ziel: Glungezerhütte (2.610m)

* Geocaches: 53

Tag 2

* Strecke: ca. 18 km

* Höhenmeter: Aufstieg - 627 hm / Abstieg - 2115 hm

* Dauer: ca 9h ohne Pausen

* Start: Glungezerhütte (2.610m)

* Ziel: Parkplatz Volderwildbad (1.104m)

* Geocaches: 90

Tag2 Steigung
   
   

 

Das waren so die groben Informationen, die der Owner des Powertrails zur Verfügung gestellt hat, klar gibt es noch andere viel mehr Informationen, diese sind dann aber mehr für Geocacher relevant, jeder der sich mit diesem Hobby beschäftigt, wird schnell feststellen, das es mega viel Spaß machen kann, denn es gibt viele tolle Orte zu entdecken. Wer also da drauf mal Lust hat, einfach mal ausprobieren, oder mal Leute die mit einem GPS im Wald hin und her rennen einfach mal darauf ansprechen. Gegen 7.30 Uhr startete ich vom Parkplatz Volderwildbad (1.104m) und machte mich langsam auf den Weg zu Glungezerhütte (2.610m) da etwa alle 300 Meter ein Döschen lag, war das jedes mal eine willkommene Pause um einmal in fahrt zu kommen und später wo es steiler wurde zu verschnaufen. Das Wetter war bescheiden, es Regnete nicht aber im Nebel war dann doch alles irgendwie Nass, da musste ich aber irgendwie durch, so setzte ich immer ein Fuß vor den anderen und machte kurze Pausen an jedem Döschen, da ich mit leichtem Gepäck unterwegs war, störte das wenigstens nicht, was hatte ich sonst noch dabei, werdet ihr euch vielleicht fragen, meinen Deuter ACT Lite 40+10, ein Schlafsack, ein T-Shirt zum wechsel, Knabber Sachen bzw. Marschproviant und viel Wasser, denn ich wusste, das ich auf dieser Tour nicht wirklich viele Wasserquellen haben werde. Denn ersten größeren Stop machte ich an der Tulfeinalm so gegen 14 Uhr wo ich mich erst mal etwas Stärkte und ausruhte, denn ab hier würde es allmählich in das Alpine gehen, so eine Stärkung und eine Pause von einer Stunde tat echt gut, was ich da aber noch toller fand, es klarte auf und die Sonne ließ sich ab und zu blicken, und um so höher ich kam, um so besser wurde das Wetter auf dem Berg.   Ich war echt langsam unterwegs, ich glaub, ich war der langsamste und erreichte die Hütte an diesem Abend wohl als letzter, aber das war mir ziemlich egal, denn mein Ziel war es das überhaupt zu schaffen, die Döschen bzw. mini Pausen halten in der Summe dann doch ganz schön viel Zeit in Anspruch genommen, wenn man da so zurückblickt.

Adler1  Adler2

Die Hütte war brechend voll, aber es war aber echt super gemütlich, als ich unten losging, dachte ich, dass ich hier viel eher sein würde so das ich mich hier nur stärken würde und noch weiter gehen könnte, aber es kommt oft anders, als man denkt, also hab ich meinen alten Plan verworfen und wollte auf der Hütte übernachten, falls das denn klappen würde denn es war echt voll, hätte echt nicht gedacht das so viele Leute diese Route bei München Venedig laufen würden, aber ein Notschlafplatz geht eigentlich fast immer, aber jetzt weiter im Text. Ich war schon etwas nervös wo ich nun die Nacht verbringen würde, in der Hütte oder draußen unter den Sternen, aber der Wirt meinte das man so gut wie immer ein Plätzchen findet, da war ich schon mal beruhigt und konnte die Stimmung auf der wirklich tollen Hütte genießen. Das Essen hier auf der Hütte war echt Spitze, eigentlich dachte ich mir so das es bestimmt nicht ganz billig wird so ein kulinarisches 3 Gänge Abendessen plus Getränke dann noch die Übernachtung und dann noch das wirklich klasse Frühstück und das alles auf 2610 m und dann noch auf der Höchste ÖAV-Gipfelhütte Nordtirols und Zweithöchste Hütte am Traumpfad München - Venedig hab ich schon mit einer Summe im dreistelligen Bereich gerechnet, aber als ich denn Preis hörte, war ich sehr überrascht ich habe letztendlich nur 54€ zahlen müssen und da war noch Trinkwasser mit drin für die weitere Tour. Am nächsten Morgen war ich einer der ersten die losgingen, denn ich wusste, dass ich zu einem langsam unterwegs wäre und das mich das alpine Gelände doch fordern würde, und so war es auch, ich hatte am Anfang echt so meine Zweifel, wieso ich das ganze überhaupt mache und ob ich das überhaupt schaffe denn die Strecken Kennzeichnung war inzwischen von Blau auf Schwarz gewechselt. Nach etwa 1h kam auch ein Rettungshubschrauber und nahm auch einen auf, er war etwa 500m weiter hinter mir war, so wie ich das später erfahren hab von seinen Kollegen hat er sich wohl das Knie verdreht. Mein Schweinehund so, lauf hin und Flieg in das Tal zurück, ich blieb aber standhaft und ging langsam aber wirklich langsam weiter.

Adler3

Da in diesem Gelände das Cachen viel zu viel Zeit gekostet hätte hab ich nur Dosen gemacht, die ich auf anhieb gefunden habe, denn ich wollte noch vor Anbruch der Dunkelheit am Auto sein, eine zweite Nacht wäre dann auf jeden fall unter dem freien Himmel gewesen. So hieß es Zähne zusammen beißen und weiter, als ich nach gut 11h das alpine Gelände langsam begonnen habe zu verlassen, überkam mich echt eine Erleichterung, denn es war klar, ich würde es sicher und am Stück zum Autos schaffen. Der letzte Teil der Tour ging über Schotterwege und so konnte ich wieder das eine oder andere Döschen Suchen, denn diese Pausen waren echt nötig, meine Füße taten höllisch weh denn die Schuhe erwiesen sich nicht sonderlich gut so das ich Zuhause mir wohl andere zulegen würde, aber jetzt konnte ich da dran nichts ändern. Als ich gegen 22 Uhr endlich wieder das Auto erreichte, war ich überglücklich es geschafft zu haben, wer wäre das denn nicht nach 14h Wandern und das zum größten Teil im Alpinen Gelände ?

 

 

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